Zu den bekanntesten Zelten des Mittelalters gehören Speichenradzelte. Sie waren ab Beginn des Hochmittelalters bis weit in die Renaissance hinein in Gebrauch. Dieses Speichenradzelt besteht aus mehreren Teilen und ist rund 350 cm hoch. Die Grundfläche beträgt ca. 4,5 m im Durchmesser und wird durch 16 Stangen in seiner fast runden Form gehalten. Das dreieckige Vordach hat eine ungefähre Größe von ca. 5x3 m. Es dient als Wohnzelt des Komturs innerhalb des Lagers.



Hier noch einmal ein Blick auf die Schreibstelle des Komturzelts mit dem Scherenstuhl, darauf liegend ein Fell zum bequemeren Sitzen, dem Schreibpult auf dem Schreibtisch, einem Kreuz und zwei kleinen Aufbewahrungskästchen.Hier noch einmal ein Blick auf die Schreibstelle des Komturzelts mit dem Scherenstuhl, darauf liegend ein Fell zum bequemeren Sitzen, dem Schreibpult auf dem Schreibtisch, einem Kreuz und zwei kleinen Aufbewahrungskästchen.
Die Inneneinrichtung ist einfach und zweckmäßig. Neben der Schlafmöglichkeit gibt es einige Reisekisten sowie einen Schreibtisch, wo anfallende Korrespondenz erledigt wird. Historische Belege über die Ausstattung eines Komturzeltes sind zwar nicht vorhanden, wir gehen aber davon aus daß nach der Regel der Bescheidenheit die Ausstattung des Komturzelts der damaligen Zeit sehr nahekommt. Eine Besonderheit sind die Stauden innerhalb des Zeltes. Diese sollen stechende Plagegeister und somit auch tödliche Krankheiten wie Malaria abhalten.

Die Bannerwache ist eine private Interessengemeinschaft und gehört nicht dem offiziellen Deutschen Orden mit Sitz in Wien an. Wir sind aber bestrebt, die Geschichte des Deutschen Ordens im Mittelalter möglichst orginalgetreu nachzustellen -omnia sicut lusit (alles nur gespielt)- und einer breiten Öffentlichkeit vornehmlich auf mittelalterlichen Veranstaltungen näher zu bringen.
