
Hier ist noch ein Überblick über die Apotheke (ganz rechts) und den chirurgischen Instrumenten des Spitals. Zum Abmessen und Abwiegen der benötigten Kräuter und Mixturen steht ebenfalls eine historische Apothekerwaage zur Verfügung. In der Apotheke sind bereits heilende Kräuter in Gefäße abgefüllt. Wir sind in der Lage, einen guten Überblick zu mittelalterlichen Behandlungsmethoden zu geben. Ein Teil unserer Mitglieder haben sich in ihrer Freizeit ausgiebig mit der mittelalterlichen Heilkunde beschäftigt und stehen dem Publikum gerne Rede und Antwort.

Die Grundlage des Deutschen Ordens sind seit jeher karitative Tätigkeiten. Mit der Krankenpflege begann das Wirken des Deutschen Ordens im Heiligen Land. Als Kaufleute aus Bremen und Lübeck das Leid der Kranken und Verwundeten vor Akkon im Jahre 1190 während des dritten Kreuzzuges sahen, richteten sie unter dem Segel einer Kogge ein Spital ein, wo sie die Kranken mit großer Sorgfalt unterbrachten und hingebungsvoll versorgten. Dies war und ist noch heute eine der Säulen des Ordens, der dann in Folge die Regeln der Hospitaliter zur Krankenpflege übernahm und die der Templer für den militärischen Teil, als er zu einem militanten Ritterorden erhoben wurde. Zur Zeit ist das Spital noch in den Küchenbereich integriert, auch weil hier un-mittelbar Zugang zu Kräutern und heißem Wasser besteht.

Hier noch ein Blick auf eines unserer Spitalbetten. Das Orginal bestand aus einem Gestell aus Holz, wo Seile gespannt wurden. Eine Matratze aus Stroh, darüber mehrere Wolldecken und schon ist das einfache, mittelalterliche Bett fertig. Die Oberdecke und das Kopfkissen bestand aus einem Leinenüberzug gefüllt mit Heu.

Die Bannerwache ist eine private Interessengemeinschaft und gehört nicht dem offiziellen Deutschen Orden mit Sitz in Wien an. Wir sind aber bestrebt, die Geschichte des Deutschen Ordens im Mittelalter möglichst orginalgetreu nachzustellen -omnia sicut lusit (alles nur gespielt)- und einer breiten Öffentlichkeit vornehmlich auf mittelalterlichen Veranstaltungen näher zu bringen.