Bannerwache


Die Organisation der Bannerwache

Jedes Hauptbanner wurde von einem besonders bewährten Ritterbruder getragen und hatte eine Bedeckung von bis zu 12 weiteren ausgesuchten Ritterbrüdern. Diese waren neben ihren Schwertern und Schilden lediglich mit Streitkolben oder -hämmern bewaffnet, nicht mit Stangenwaffen. Sie hatten auf dem Gefechtsfeld ständig in unmittelbarer Nähe des Banners zu bleiben und die Fahne mit ihrem Leben zu verteidigen. Möglicherweise führte ein Angehöriger der Bannerwache ein zusammengerolltes Reservebanner mit sich, das sofort entfaltet werden konnte falls die Hauptfahne niedergerissen oder zerstört wurde.

Das Ausrollen und Fliegenlassen des Banners war die Aufforderung zum Kampf. Für den Verlust des Banners an den Feind oder ein Senken der Fahne ohne den Befehl des Heerführers hatte der Bannerträger die Todesstrafe zu erwarten. 


 

Die Bannerwache ist eine private Interessengemeinschaft und gehört nicht dem offiziellen Deutschen Orden mit Sitz in Wien an. Wir sind aber bestrebt, die Geschichte des Deutschen Ordens im Mittelalter möglichst orginalgetreu nachzustellen -omnia sicut lusit (alles nur gespielt)- und einer breiten Öffentlichkeit vornehmlich auf mittelalterlichen Veranstaltungen näher zu bringen.